Melsunger FV viel zu stark für Korbach
Verdiente 0:4-Pleite des TSV/FC

Das war deutlich: Die Fußballer des TSV/FC Korbach haben die Gruppenliga-Partie gegen den Melsunger FV mit 0:4 (0:2) verloren. „Eine hochverdiente Niederlage gegen einen richtig starken Gegner“, so Trainer Uwe Tenbusch.
Vom Anpfiff weg nahmen die Gäste, die noch eine minimale Chance auf Platz zwei haben, das Heft in die Hand. Ihr Engagement lohnte sich bereits in der 3. Minute, als ein von Andre Schnell scharf getretener Freistoß fast von der Eckfahne Korbachs Abwehrspieler Henrik Plassmann unglücklich ans Schienbein prallte und von da ins Eck trudelte – 0:1. Weitere Chancen ließen Joel Althans (9.), der an Keeper Sören Beckmann scheiterte, und Patrick Möller per Kopf (10.) liegen.
Beim Anlaufen bis an den Strafraum fielen die Korbacher von einer Verlegenheit in die andere. Dreh- und Angelpunkt im Melsunger Spiel war der bereits 38 Jahre alte Ivan Durdek, der sich mit dem noch zwei Jahre älteren reaktivierten früheren Hessenliga-Stürmer Eugen Wagner geschickt in der Spitze abwechselte. Per Hacke leitete Durdek auch das 0:2 durch Nick Nolte ein (14.). Danach stellte Tenbusch von Dreier- auf Viererkette um, zog dafür Lukas Beil zurück.
Nach einer halben Stunde nahmen die Gäste das Tempo etwas raus. Die erste Korbacher Chance ließ bis zur 38. Minute auf sich warten, Raphael Chirakakis kam beim Freistoß von Niklas Nowotny mit dem Kopf nicht richtig hinter den Ball. Mit dem Pausenpfiff verpasste Wagner knapp das 0:3. Tenbusch meinte: „Die sind auf jeder Position robuster als wir.“
Den dritten Gegentreffer verhinderte nach 49 Minuten Keeper Beckmann gegen Leon Rudolph. Aber die Korbacher standen nun höher und kämpften sich mit viel Einsatz in die Partie. Nach Halbchancen für Kevin Staniek (52.) und den unermüdlichen Bjarne Deselaers (55.) bot sich nach 64 Minuten die einzige wirkliche Gelegenheit zum Anschlusstreffer, aber Staniek traf nach Querpass von Deselaers zentral aus acht Metern den Ball nicht.
Kurz danach hieß es 0:3. Nach einem Stockfehler von Plassmann wollte Durdek Torwart Beckmann umkurven, wurde jedoch von diesem umgestoßen; den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte sicher (68.). Im Melsunger Tor bereiteten dem fast beschäftigungslosen Keeper Sebastian Nödel, der mit gequetschtem Finger spielte, die Schüsse von Deselaers und Staniek keine Schmerzen (72.).
Quelle: Waldeckische Landeszeitung vom 07.03.2025


