Wagner vermisst beim Korbacher 1:2 Effizienz
Gruppenliga: Unglückliche Niederlage

„Da haben wir etwas Zählbares liegen lassen“, sagte Martin Wagner nach dem Gastspiel seines TSV/FC Korbach in der Fußball-Gruppenliga bei der SG Neukirchen/Röllshausen. Damit sprach er nicht nur den Spielverlauf an, sondern auch eine der letzten Szenen des Auswärtsspiels, das mit einer knappen 1:2 (0:2)-Niederlage endete.
Es lief schon die Nachspielzeit auf dem Neukirchener Kunstrasenplatz, als sich den Gästen die große Chance zum Ausgleich bot. Lukas Beil legte den Ball quer auf Sven Leonhardt, der Korbacher Stürmer kam sechs Meter vor dem Torhüter der Gastgeber zum Abschluss, scheiterte aber. „Das muss einfach ein Tor sein“, haderte sein Trainer, der mit Blick auf das gesamte Spiel hinzufügte: „Leider waren wir viel zu ineffizient bei der Chancenverwertung.“
Ein Punkt wäre allemal möglich gewesen. Die Korbacher, die auf den Doppeltorschützen vom vergangenen Wochenende Bjarne Deselaers (Urlaub), den erkrankten Tom Csernovits und Torhüter Sören Beckmann (Fingerverletzung) verzichten mussten, starteten ordentlich in die Partie und bestimmten die ersten 20 Minuten. Sie kamen auch das ein oder andere Mal aussichtsreich vor der Tor, doch Leonhardt fehlte schon in der Anfangsphase zweimal das nötige Glück im Abschluss. „Wir hätten in Führung gehen müssen“, sagte sein Trainer.
Neukirchen machte vor, wie es geht und ging mit der ersten Chance gleich in Front. Nach einer scharfen Hereingabe vollendete Paolo Weiher am langen Pfosten (20.). „Wunderbar herausgespielt“, fand auf Wagner den ersten Treffer. Neukirchen bestimmte nun die Partie, auch weil Korbach zu passiv wurde und sich immer wieder einfache Ballverluste ins Spiel der Kreisstädter einschlichen. Kurz vor der Pause das 2:0 – die Korbacher wähnten bei einem Angriff eine Abseitsstellung, das Gespann ließ aber weiterspielen, Edvin Gering traf zum Halbzeitstand (45.).
„Eine Hypothek“ sei dieser Treffer gewesen, aber Wagners Team steckte diese gut weg und bestimmte Durchgang zwei, auch wenn der TSV/FC zunächst eine Parade von Beckmann-Vertreter Mohr benötigte. Aber: Vorne fehlte die letzte Durchschlagskraft, mehr als der Anschlusstreffer von Raphael Chirakakis (67.) sprang somit nicht heraus.
Quelle: Waldeckische Landeszeitung vom 20.10.2025


