Volker Schnatz neuer Spartenleiter


Neue Struktur als Bedingung

Korbach. Vor vier Wochen hatte die Fußball-Abteilung des TSV Korbach über neue Organisationsformen debattiert. Um Aufbruchstimmung zu erzeugen, wie es Geschäftsführer Jörg Wagner formulierte. Der neue Vorstand fehlte noch. Seit Dienstagabend ist das Projekt Zukunft nun so weit vollständig.

Volker Schnatz steht der Sparte als Abteilungsleiter für die nächsten drei Jahre vor. Der 49-Jährige übernimmt den Job in „schwierigen Zeiten“, wie er selber sagte. Der TSV leidet unter der bedrohlichen Schlagseite des (einstigen) Flagschiffs Seniorenfußball.

Unter den neu geschaffenen Bedingungen mache er die Arbeit gerne, so der bisherige Sportliche Leiter nach seiner einstimmigen Wahl (bei eigener Enthaltung). Er äußerte zugleich die Erwartung, dass alle, die ihre Mitarbeit in der künftigen Struktur zugesagt haben, zu ihrem Wort stehen.

Plädoyer für mehr Miteinander

Schnatz kennt den TSV vor allem aus der Nachwuchsperspektive, seit Jahren trainiert er diverse Jugendteams, aktuell die C1-Junioren. Ihm lägen die Jugendlichen und ihre Eltern am Herzen, sagte er, und es gelte, gerade bei ihnen mehr Gemeinschaft zu stiften.
Überhaupt hielt Schnatz ein großes Plädoyer für ein größeres Miteinander. „Im Moment wird sehr viel genommen, aber wenig gegeben. Das muss von uns gedreht werden.“ Er rief auf zum häufigeren Besuch der Punktspiele der TSV-Teams, forderte dazu auf, die ehrenamtliche Arbeit stärker wertzuschätzen, den Verein als Einheit zu begreifen und zu vertreten sowie, ganz handfest, zum Helfen bei anstehenden Bauprojekten. „Lasst es uns anpacken und eine schöne Zeit haben“, sage er.

Wieder ein Osterhold dabei

Gewählt wurden in der Sitzung lediglich Schnatz sowie seine Stellvertreter Bernd Nickel und Thomas Maul. Nickel hatte zuletzt die Leitung kommissarisch übernommen, da Martin Rinne am Ende der vergangenen Saison zurückgetreten war. Vom Beirat der Sparte ernannt werden der Geschäftsführer (vorgesehen: Jörg Thiele/bisher Jörg Wagner), sein Stellvertreter (Hendrik Osterhold/bisher Thomas Maul), der Sportliche Leiter (Norbert Henkler) und der Jugendleiter (Albrecht Will, wie bisher).
Oben auf dem Terminkalender des neuen Sparten-Vorstands dürfte ein Gespräch mit der Stadt stehen. Schnatz kritisierte den Zustand sowohl des Rasenfeldes als auch des Kunstrasenplatzes scharf.

220 Jugendliche 14 Mannschaften

Die Fußball-Abteilung des TSV zählt rund 450 Mitgliedern und zu den größten im Landkreis. Etwa 220 Jugendliche spielen in den 14 Mannschaften von F- bis A-Junioren, in diesem Jahr hätten sich 45 Kinder und Jugendliche neu angemeldet, sagte der neue Spartenleiter Volker Schnatz.
Aushängeschild sind die B-Jugendlicher als aktuell Fünfter der Gruppenliga. „Sie haben eine Qualität, die wir erhalten müssen“, so Schnatz. Der Aufstieg der A-Jugend in die Gruppenliga bleibt auch deshalb erklärtes Ziel.

Schäfer "prima Job" bescheinigt

Während bei den Frauen – ungeschlagen Zweiter der Gruppenliga – unter dem neuen Coach Denny Petersen frischer Wind aufkam, kämpfen beide Seniorenteams gegen den Abstieg; Folge vor allem der neuerlichen personellen Verluste im Sommer.
Vor diesem Hintergrund bekam Uwe Schäfer als Trainer der „Ersten“ ganz ausdrücklich einen „prima Job“ bescheinigt, und an Michael Maron, Coach der Reserve, ging ein großes Dankeschön.

Alles tun, um die Spieler zu binden

Für die neue Organisationsstruktur hatte die Abteilung bei einer außerordentlichen Sitzung am 22. Oktober fünf Themenfelder, die beackern werden sollen: von den Finanzen bis zu Baumaßnahmen. Rund 40 Mitglieder haben ihre Hilfe in einer der Gruppen bisher zugesagt, die Sparte hofft auf mehr.
Als zentral stellte der scheidende Geschäftsführer Jörg Wagner bei der Hauptversammlung am Dienstag die Gruppe unter dem Arbeitstitel „Von der Jugend zu den Senioren“ dar. Sie soll sich darum kümmern, dass die Nachwuchsspieler, „die eine Ausbildung beim TSV Korbach genießen“ (Wagner), dann als Erwachsene auch dauerhaft in erster oder zweiter Mannschaft spielen. Daran haperte es in den vergangenen Jahren massiv.
Stichworte sind Betreuung, aber auch Ausbildung, Studium und Beruf. „Wir versuchen alles, sie zu behalten“, sagte Wagner. Schon mit Beginn der laufenden Saison habe die Sparte mit Uli Schwalenstöcker und Tim Stephan zwei „hochqualifizierte Trainer in den Neuaufbau der A-Jugend“ gesteckt, sagte er: „Es funktioniert.“

Das Tagesgeschäft mit Ein- und Verkauf oder Platzaufbau sowie der Spielbetrieb unterstehen eigenen Gruppen, ebenso kommende Bauprojekte. Beschlossene Sache ist, dass die Fußballer nach Fertigstellung des Sportzentrums auf die Hauer das Vereinsheim des TSV übernehmen; die Geschäftsstelle des Gesamtvereins zieht um. Auch bei der Gestaltung des Hauer-Eingangsbereichs und des Kiosks sind sie gefragt. Zukunftsmusik ist laut Wagner die Anlage eines neuen Trainingsfelds und der Bau von Umkleidekabinen am Kunstrasenplatz.

Quelle: WLZ-Online


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