Die Fußball-Gruppenliga vor dem Start in die Vorbereitung

In Allgemein, Herren, TSV/FC Korbach I von WLZ Sport

Fünf von sechs noch nicht aus dem Schneider


Korbach – Volkmarsen, 09/18 Mächtig viel Betrieb im Volkmarser Strafraum: Armanc Yagmur (Korbach, rechts) gegen Robert Däbner (Volkmarsen, 13) hinten von links die Volkmarsener Tortwart Marius Flörke, Marcel Klein, Spielertrainer Leon Wikelheide und Patrick Michel. Foto: Artur Worobiow

Der Februar kommt, und mit ihm die Läufe durch Feld und Flur: Die sechs Waldecker Fußballteams der Gruppenliga 1 starten in die Vorbereitung. Wie ist die Lage bei ihnen?

VON DIRK SCHÄFER UND GERHARD MENKEL

Die Lage ist ernst, aber bei weitem nicht hoffnungslos: Am sorglosesten bewegt sich die SG Bad Wildungen/Friedrichstein als Tabellenfünfter; die anderen fünf heimischen Gruppenligisten müssen – auch ob der noch unklaren Zahl an Abstiegsplätzen – nach unten schauen in Teil zwei der Saison, der am 10. März beginnt.

SG Bad Wildungen/Friedrichstein

Vorbereitung: Kick-off war am Mittwoch dieser Woche. „Die Jungs werden das eine oder andere Mal Muskelkater haben. Das wissen sie aber“, kündigt Simon Lieber an. Der SG-Coach findet dank des Kunstrasens „optimale Bedingungen“ zum Spielen vor, wobei die Aufteilung der Trainingszeiten mit den anderen städtischen Fußballvereinen problemlos verlief, wie Vorsitzender Michael Neuhaus anführt. Lieber will aber sein Team auch konditionell rüsten für die Restsaison. Froh ist der Trainer, dass er nicht im Tabellenkeller ins Jahr startet wie im Vorjahr, als die SG mit beiden Mannschaften gegen den Abstieg spielte. „Aber wir wären schön blöd, wenn wir uns deswegen nicht richtig vorbereiten.“

Testspiele: Als Kunstrasenclub ist Bad Wildungen gefragter Gegner, Lieber musste einigen absagen. Übrig geblieben sind vier Partien für erste und zweite Mannschaft: Das Gruppenligateam trifft morgen (15 Uhr) auf RW Wolfhagen, am 17. Februar auf dem SV Balhorn, am 24. Februar auf den TuSpo Mengeringhausen und am 3. März auf die SG Neuental/Jesberg.

Saisonziel: Wie viel nach oben noch geht, ist zweitrangig, sagt Trainer Lieber. Die Saison soll aber zumindest sorgenfrei zu Ende gehen.

Personalien: Neue Seiten in der Passmappe gibt es nicht. Aber drei Rückkehrer: Johannes Süring, der aus der A-Jugend kam, trainiert nach Fuß-OP ebenso wieder mit wie Kevin Wathling nach seiner Innenbandverletzung. Noch Zeit braucht Markus Wagner (Aufbautraining nach Kreuzbandriss).

SG Goddelsheim/Münden

Vorbereitung: Vier Einheiten haben die Lichtenfelser absolviert, die sich wieder „Ausweichquartiere“ gesucht haben: die Kunstrasenplätze in Medebach und Oberschledorn. „Eine Rückrunde wie vor einem Jahr wäre natürlich das beste“, blickt Trainer André Gutmann zurück auf die starke zweite Hälfte der vorigen Saison, dank der der Klassenerhalt gelang. „Wir wollen wieder ans maximale Level kommen. Das geht aber nur, wenn alle mitziehen.“

Testspiele: Das erste (morgen beim SV Oberschledorn) fällt eventuell aus, da der Gegner kaum Personal hat. Es blieben dann fünf weitere Freundschafts-Matches mit Gegner unterschiedlicher Stärke – kommenden Donnerstag FC Ederbergland II (in Battenberg), danach beim VfB Marsberg, jeweils in Medebach gegen den dortigen TuS (12. Februar), gegen Mengeringhausen (16.) und Rhoden/Schmillinghausen (23.) sowie am 2. März in Korbach gegen die SG Lelbach/Rhena.

Saisonziel: Die SG, die in den letzten sechs Spielen vor der Winterpause nur einen Punkt holte, will an die erste Saisonphase anknüpfen. Trainer Gutmann weiß, dass das nicht von allein passiert. Das Team auch? „Die Spieler schätzen die Situation realistisch ein und wissen, dass noch einiges zu tun ist.“

Personalien: Christian Pohlmann (kam aus Willingen) verstärkt die Defensive mit Verbandsliga-Erfahrung. Von Lelbach/Rhena kommt Youngster Leven Heisig. Von den A-Junioren sind die 18-Jährigen Nico Bangert und Steven Butterweck spielberechtigt, die im ersten Halbjahr schon oft mittrainierten.

TSV/FC Korbach

Vorbereitung: Startet relativ spät, erst am 7. Februar. Eine wirkliche Fußballpause hat der Liga-Zwölfte freilich nicht eingelegt. „Wir haben uns jede Woche einmal getroffen“, erzählt Trainer Uwe Schäfer; dazu hat der TSV/FC sechs Hallenturniere zugesagt. Außerdem findet Schäfer: „Es kommt nicht darauf an, wie lange man die Vorbereitung macht, sondern was man in der Vorbereitung macht.“

Die Schwerpunkte setzt Schäfer ähnlich wie im Sommer: Kompaktes und konzentriertes Verteidigen sowie schnelles Umschaltspiel stehen im Fokus. Das habe in den ersten Wochen gut geklappt, sagt er. „Leider haben wir im Laufe der Hinrunde ein bisschen die Disziplin verloren, das war auch der dünnen Personaldecke und den Schichtarbeitern geschuldet.“ Ab dem zehnten Spieltag zeigte die Korbacher Fieberkurve nach unten.

Testspiele: Der TSV/FC hat Testspiele gegen drei Kreisoberligisten vereinbart: SG Lelbach/Rhena (Sonntag, 10. Februar), SG Rhoden/Schmillinghausen (17. Februar), Tuspo Mengeringhausen (24. Februar), jeweils auf der Hauer.

Saisonziel: Kevin Staniek und Co. wollen eigentlich nur eins: Klassenerhalt so früh wie möglich. Mit 22 Punkten trennt Korbach nur ein Zähler vom ersten Abstiegsplatz.

Personalien: Rückkehrer Norayr Jalilyan (KSV Baunatal II) und der ehrgeizige junge Torwart Sören Schmidt vom TSV Berndorf sind an die Hauer gewechselt. Verlassen hat den TSV/FC niemand, aber Lukas Rojek, Valeri Fenske und Steffen Asmuth treten aus privaten Gründen vor allem im Training kürzer.

VfR Volkmarsen

Vorbereitung: Begann ungewöhnlich. „Erst einmal haben wir uns mental vorbereitet, eine Stunde zusammengesessen, uns eingeschworen und Mut gemacht“, sagt der spielende Trainer Leon Winkelheide. Die Spieler hätten sich gegenseitig versprochen, alles dafür zu tun, um doch die Liga zu halten.

Testspiele: Die Gegner: Die SG Wettesingen/Breuna (Sonntag, 17 Uhr in Volkmarsen) sowie auswärts SG Adorf/Vasbeck (9. Februar in Schwalefeld), auf Kunstrasen beim VfL Kassel (17. Februar) und auf Hartplatz beim FC Peckelsheim (23. Februar).

Saisonziel: „Wir müssen ein Drittel mehr Punkte holen als die Teams vor uns, um drinzubleiben“, so Winkelheides Rechnung. Mit dem zweiten Trainer Matthias Wiegand wird die Vorbereitung beim VfR daher intensiver – „auch wenn es nicht am Körperlichen lag, dass wir so wenig gepunktet haben“. Der VfR hat die fünftbeste Abwehr. „Aber vorne hakt es“, weiß Winkelheide, der auch über eine andere taktische Ausrichtung nachdenkt.

Personalien: Verheißen nichts Gutes. Minus drei steht zu Buche: Marcel Klein (beruflich versetzt nach Südhessen) und Philipp Mechelk (Auslandsaufenthalt) stehen nicht mehr zur Verfügung. Luca Lüther ebenfalls nicht. Seine Verletzung aus der Hinrunde hat sich als Kreuzbandriss herausgestellt. „Bleibt ein dünner 17er Kader. Aber wir haben Vertrauen in ihn“, sagt Winkelheide.

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Quelle

WLZ Sport

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Die Waldeckische Landeszeitung ist die Heimatzeitung des TSV/FC Korbach und unterstützt den Verein seit vielen Jahren u. a. mit redaktionellen Beiträgen und Spielberichten. Redakteure: Gerhard Menkel, Manfred Niemeier, Armin Hennig u.a.

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