Gruppenliga Kassel 1: Wabern setzt den Trainer vor die Tür

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Enttäuschung bei Dirk Langhans, der den TSV in der Fußball-Gruppenliga auf Platz zwei geführt hat

Wabern. Paukenschlag in der Fußball-Gruppenliga: Der Tabellenzweite TSV Wabern hat am Montagabend Trainer Dirk Langhans entlassen. Für den 51-Jährigen ist das eine herbe Enttäuschung: „Mir fehlt eine richtige Begründung“, sagte Langhans auf Anfrage.

Sportlich hat das Team die Erwartungen übertroffen. Mit 30 Punkten aus 15 Partien bei 48:26 Toren ist der TSV die beste Mannschaft des Kreises Schwalm-Eder in der Klasse, kann mit Siegen in den Nachholspielen bis auf zwei Zähler an Spitzenreiter Eintracht Baunatal heranrücken.

Dabei mussten im Sommer die Abgänge der Stammkräfte Aykut Seker, Maximilian Kördel (beide Melsunger FV) und Torwart Kim Sippel, der nun Interimstrainer bei Gruppenligist TSG Fürstenhagen ist, verkraftet werden.

Zudem konnte Torjäger Fabian Korell wegen einer komplizierten Hüftverletzung noch nicht spielen und wird nach einer Operation wohl erst nächste Saison wieder angreifen können.

Gute Mannschaft aufgebaut

Dafür baute Langhans mit Emin Dag, Michael Janowicz und Gavin Grünhäuser drei Neue erfolgreich in die Startelf ein. In den ersten elf Spielen blieb Wabern ungeschlagen, ehe es zuletzt in vier Partien drei Niederlagen setzte. „Sportliche Gründe hat die Entlassung in keiner Weise“, bestätigt der TSV-Vorsitzende Wilfried Bergmann. „Zwischen Trainer und Teilen der Mannschaft war die Harmonie nicht mehr gegeben. Der Weg, sich dann vom Trainer zu trennen, ist leichter, als sieben bis acht Spieler gehen zu lassen.“

Das sorgt für zusätzlichen Groll bei Langhans: „Mir wurde gesagt, es seien zwölf von 18 Spielern der ersten Mannschaft. Ich hätte mir gewünscht, die Jungs wären mal auf mich zugekommen und hätten mir gesagt, was ihnen nicht passt.“ Somit endet das zweite Engagement des Mannes aus Zennern, der gerade die Trainer-C-Lizenz bestanden hat, nur wenige Monate, nachdem er im Sommer die Nachfolge von Christian Leck angetreten hatte.

Von 2010 bis 2012 coachte er die Erste des TSV und war dann bei der FSG Eder/Ems, FSG Efze, SG Neuental/Jesberg und zuletzt drei Jahre beim SC Edermünde tätig.

Seine Nachfolge am Reiherwald ist offen. Bergmann und seine Vorstandskollegen suchen nach einer Lösung für das letzte Spiel vor der Winterpause am Sonntag bei der SG Schauenburg und natürlich für die Zeit danach. (sbs)

Quelle

WLZ Sport

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Die Waldeckische Landeszeitung ist die Heimatzeitung des TSV/FC Korbach und unterstützt den Verein seit vielen Jahren u. a. mit redaktionellen Beiträgen und Spielberichten. Redakteure: Gerhard Menkel, Manfred Niemeier, Armin Hennig u.a.

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